Aufbau einer Corporate Website

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DieCorporate Website, auch Unternehmens-Website, bezeichnet den gesamten Internet- Auftritt eines Unternehmens. Als virtueller Platz im Internet umfasst sie sọmtliche Doku- mente/Dateien und weitere Ressourcen, die über eine einheitliche Navigation, bspw. unter siemens.com,volkswagen.com,basf.com,kloeckner.comodereads.com, zusammengefasst und erreichbar sind. Bestandteil einer Corporate Website kửnnen die Mửglichkeit zur An- forderung von Informationen, eine E-Commerce-Plattform für Bestellungen, ein Produkt- Konfigurator, eine Funktion zur Suche von Họndlern oder Vertriebsniederlassungen oder geschlossene Nutzerbereiche für Kunden oder Mitarbeiter sein. Auch die Vernetzung in die sozialen Medien, wie bspw. die Verlinkung zu eigenen Blogs, Online-Communitys, Social- Bookmarks oder dem eigenen Auftritt beiYouTube,Facebook, PinterestundTwitter,sind hier zu finden. DieCorporate Websiteist dieOnline-Visitenkarte eines Unternehmens.

Wenn sie nicht überzeugt, verliert der Nutzer vielleicht schon beim ersten Kontakt das Interesse am Unternehmen und an dessen Angeboten. Darüber hinaus sollten sich alle Un- ternehmen, die eine Corporate Website aufbauen, über Folgendes im Klaren sein (Kreutzer 2014a, S. 95):

▸ Der Aufbau einer Corporate Website ist kein Projekt mit definiertem Anfang und definiertem Ende. Der Aufbau einer Corporate Website ist vielmehr ein Prozess, der nie zu Ende ist bzw. nie zu Ende sein sollte.

DieStartseite eines Unternehmens,auchFrontpagegenannt, dient als Einstieg in die Webprọsenz eines Unternehmens. Sie sollte zentralePlattform der Offline- und Online- Aktivitọtensein (vgl. Abb.3.2).

Corporate Website

Verbindung zu weiterführenden

Informaons- angeboten

Verbindung zu den sozialen

Medien

Produkt-, Dienst- leistungssuche (ggf. Konfigurator)

Groòhọndler-, Niederlassungs-

suche Registrierung

für E-Newsleer, RSS-Feeds

etc.

Online-Shop

Abb. 3.2 Corporate Website als zentrale Plattform fỹr Offline- und Online-Aktivitọten (Quelle:

Kreutzer 2014a, S. 133)

Bei vielen Offline-Aktivitọten wird auf den Internet-Auftritt eines Unternehmens hin- gewiesen. Dies ist fast standardmọòig bei Printanzeigen, in Katalogen, Mailings oder Fly- ern der Fall. Die zentrale Bedeutung derHomepagefỹr Online-Maònahmen ergibt sich weiterhin dadurch, dass Links in Bannern oder Suchmaschinen họufig zu dieser Page fỹh- ren. Zielführender ist es jedoch, wenn im Rahmen von Marketing-Kampagnen durch das Anklicken einer Anzeige oder eines Hyperlinks auf kampagnenspezifischeMicrosites(Mi- kro-Website) oder entsprechendeLanding-Pages(Seiten, auf denen man „landet“) ver- linkt wird, um Kampagnen online zu verlọngern.

EineMicrositeist eine schlanke Website, die i. d. R. über wenige Unterseiten und eine nur geringe Navigationstiefe verfỹgt. Microsites weisen eine gewisse Unabhọngigkeit von der übergeordneten Website auf. Sie stellen gleichsam eine thematisch wie formaleigen- stọndige kleine Internet-Prọsenzdar. Solche Microsites ermửglichen es, in Ergọnzung zur ỹbergeordneten Webprọsenz Interessenten und Kunden bspw. im Rahmen von Werbekam- pagnen ganz gezielt zu informieren.

Von der Microsite als thematisch wie formal eigenstọndigem kleinem Internet-Auf- tritt ist die sogenannteLanding-Pageabzugrenzen. Diese wird họufig im Rahmen einer

Kampagne speziell beworben, um idealerweise den Einstieg des Nutzers in eine Website zu erleichtern. Diese Landing-Page, auf der der Nutzer „landet“, kann entweder – họufig weniger zielführend – die Homepage eines Unternehmens selbst sein oder aber eine belie- bige Unterseite des gesamten Web-Auftritts. Bei derAusgestaltung der Landing-Pageist es folglich wichtig, eine mửglichst groòe ĩbereinstimmung zwischen den durch die Vor- abinformationen aufgebauten Erwartungshaltungen der Nutzerhinsichtlich Informati- onsbereitstellung, Tonalitọt (i. S. der Art der Ansprache, bspw. unterhaltend, belehrend, werbend), der angebotenen Handlungsmửglichkeiten und damit derInhalte der Landing- Pagesicherzustellen. Generell sollte Folgendes vermieden werden: Ein Nutzer sucht nach

„Industriedrucker“. Durch einen Klick auf einen Link in der Trefferliste beiGooglewird auf eine Landing-Page verlinkt, auf der die gesuchten Produkte nicht oder nicht deutlich sicht- bar sind, weil der Anbieter sein gesamtes Leistungsspektrum oder ganz andere Produkte prọsentiert. Ein Beispiel hierfỹr zeigt Abb.3.3, in der nur eine bestimmte Art von Indus-

Abb. 3.3 Nicht passende Landing-Page bei der Suche nach „Industriedrucker“ (Quelle:

bluhmsysteme.com)

triedruckern gezeigt wird und keine breite Palette wie in Abb.3.4. Damit ist eine Frustration des Nutzers họufig vorprogrammiert, weil dieser den Suchprozess neu starten muss – oder er verlọsst die Website gleich wieder.

Abb. 3.4 Stimmige Landing-Page bei der Suche nach „Industriedrucker“ (Quelle:hp.com) Wenn dagegen eine hoheStimmigkeit zwischen der aufgebauten Erwartungshaltung (bspw. bei Bannern oder in Anzeigen)und der Landing-Pagedurch die dort gezeigten Inhalten gegeben ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer die erwünschten Re- aktionen zeigt. Dann nimmt er bspw. über die Website Kontakt mit dem Vertrieb auf oder abonniert einen Newsletter. Von einem solchen Schritt sollte der Nutzer mửglichst wenig abgelenkt werden. Solche Ablenkungen kửnnen bspw. durch animierte Werbebanner her- vorgerufen werden.

Um Nutzer zu einer intensiven Beschọftigung mit den eigenen werblichen Inhalten an- zuregen, setzen Unternehmen in zunehmendem Maòe auf Rich-Media. Damit werden Internet-Inhalte bezeichnet, die optisch oder akustisch durch die Einbindung von Video-, Audio- und/oder anderen Animationselementen angereichert werden. Auf diese Weise soll die Beschọftigung mit den Website-Inhalten und damit die Verweilzeit erhửht werden.

Der eigene Internet-Auftritt in Gestalt einerCorporate Websitewird heute bereits von 70 % aller Unternehmen in Deutschland genutzt (vgl. Deutsche Post 2013, S. 3). Eine unver- zichtbare Voraussetzung fỹr den Aufbau der eigenen Web-Prọsenz ist es, zunọchst einen Domain-Namenzu registrieren. Dieser Domain-Name ist die Adresse eines Unterneh- mens, unter der dieses im Internet zu erreichen ist. Der Domain-Name darf noch nicht

belegt und sollte idealerweise mit dem eigenen Unternehmens-, Angebots- oder Marken- namen identisch oder zumindest verbunden sein. Das ist nicht immer wunschgemọò zu realisieren. So ist bspw. der Domainname des SchmierstoffkonzernsFuchs Petrolubfuchs- oil.de, was sicher u. a. auch dem Umstand geschuldet ist, dass der GewürzanbieterFuchs die Domainfuchs.debesitzt. Für ein Unternehmen ist es wichtig, dass es selbst als Domain- Inhaber und auch als administrativer Ansprechpartner eingetragen wird – und nicht etwa die betreuende Online-Agentur.

Die Registrierung einer Domain erfolgt über einen der zahlreichen Anbieter wie united-domains.de oderhosteurope.de. Zunọchst wird hier geprỹft, ob der gewỹnschte Domain-Name noch verfügbar ist. Die Suche umfasst u. a. die Domain-Namen mit den Endungen de, eu, mobi, com, co, net, org, info und tel. Wenn eine Domain mit der En- dung „.de“ angestrebt wird, kann auch zunọchst unter denic.de geprỹft werden, ob die gewünschte Domain noch verfügbar ist.

Wichtig ist, dass bei der Registrierung von Domain-Namen auch mửglicheVarianten des Unternehmens-/Markennamensberücksichtigt werden. Dann führt bspw. die Einga- bemercedes.dezu der Homepagemercedes-benz.de. Wird dies nicht berücksichtigt, kann es passieren, dass man durch die Eingabebayrischemotorenwerke.deauf eine Site kommt, die viele Links anbietet, aber nichts mitBMWzu tun hat. Beim Angebotsnamen selbst kann es sinnvoll sein, den Nutzer auch bei einer unprọzisen oder fehlerhaften Schreibweise zur gewünschten Website zu führen. So leitet bspw. die Eingabesimens.comzusiemens.com.

Wenn sich ein Unternehmen erstmals mit dem Aufbau eines Internet-Auftritts befasst bzw. einen bestehenden Auftritt überarbeitet, ist es sinnvoll, sich über die gewünschten Funktionen der Corporate Websiteim Klaren zu sein. Họufig werden die nachfolgend beschriebenen Funktionen auch kombiniert eingesetzt (vgl. Kreutzer 2014a, S. 103):

Point of Information

Bereitstellung von Informationen(bspw. Unternehmens- und/oder Produktprọsen- tationen, Produktbeschreibungen, Nennung von Bezugsquellen, Blọtterkatalog, Down- load-Angebote sowie Angabe der Mửglichkeiten, E-Newsletter oder RSS-Feeds zu abon- nieren oder Fan beiFacebookoderGoogle+ bzw. Follower beiTwitterzu werden)

Point of Interaction

Mửglichkeit des Informationsaustauschs zwischen Unternehmen und Interessen- ten/Kunden(bspw. Anforderung von spezifischen Angeboten, Anstoò eines Rỹckrufs oder Vereinbarung eines Besuchstermins etc.) sowie ggf. auch unter den Interessen- ten/Kunden selbst (etwa durch ein Forum, eine Community oder einen Blog auf der Web-Site des Unternehmens)

Point of Sale(POS) bzw.Point of Purchase(POP)

Angebot auf der Website, online Kauf-Transaktionen durchzuführen (so durch einen Online-Shop, unabhọngig davon, ob das Produkt bzw. die Dienstleistung selbst online zugestellt wird oder nicht).

BeimAufbau einer Corporate Websitesind immerzwei Zielgruppengleichzeitig zu berücksichtigen (vgl. Abb.3.5). Die eine Zielgruppe sind dieZielpersonenselbst, die man letztendlich ansprechen mửchte, also bspw. Interessenten, Kunden, Lieferanten, Bewerber, Investoren u. a. Die zweite Zielgruppe sind dieLeseroboter der Suchmaschinen, die nicht vernachlọssigt werden dỹrfen. Diese Leseroboter, auch Spider, Robots oder Crawler ge- nannt, werden von Suchmaschinen eingesetzt. Sie setzen Algorithmen ein, um weltweit Websites zu durchsuchen und fỹr Datenbanken zu indizieren. Hierdurch wird es mửglich, die online verfügbaren Inhalte für die Internet-Nutzer mithilfe von Suchmaschinen auf- findbar zu machen.

Abb. 3.5 Zielgruppen der Corporate Website

Crawler/Roboter der Suchmaschinen

Klassische Zielgruppe

Zielgruppen einer Corporate

Website

Beide Zielgruppen, die Zielpersonen und die Leseroboter, stellen allerdings unter- schiedliche Anforderungen an die Corporate Website und sind bei deren Design entspre- chend zu berỹcksichtigen. Wọhrend die Zielpersonen auf der Website mửglichst relevante Inhalte vorfinden mửchten, mỹssen die Leseroboter zunọchst einmal in der Lage sein, die Inhalte überhaupt zu lesen und für die Algorithmen der Suchmaschinen aufzubereiten.

Werden bei der Prọsentation der Online-Informationen auf einer Website Fehler gemacht, sind keine guten Positionen in den Trefferlisten der Suchmaschinen zu erreichen. Deshalb ist zu berücksichtigen, dass die Inhalte einer Website von Suchmaschinen auch ausgewertet werden kửnnen (vgl. weiterfỹhrend Abschn.3.4).

DieAusgestaltung der Corporate Websitekann sich an verschiedenen Konzepten ori- entieren. Hierbei kửnnen im B2B-Marketing die folgendenAnker des Web-Auftrittsun- terschieden werden:

Unternehmensmarke bei Herstellern

Hier steht die Corporate Brand über den Einzelmarken (bspw.siemens.com,thyssenkrupp.com)

Dienstleistungsmarke

Bei vielen Unternehmen fọllt die Dienstleistungsmarke mit der Unternehmensmarke zusammen (bspw.allianz.com,sap.com)

Geschọftsbereichs- oder Produktmarke

Hier werden einzelne Geschọftsbereiche oder Produkte mehr oder weniger unabhọngig vom Unternehmen in einzelnen Webauftritten prọsentiert (bspw.Loctiteaufloctite.de oder Bonderite NTaufbonderitent.deals Marken für Industrieklebstoffe bzw. nanoke- ramische Vorbehandlung derHenkel AG & Co. KGaA)

Zielgruppe

Hier erfolgt họufig eine unternehmens- und/oder angebotsỹbergreifende Informati- onsbereitstellung, orientiert an bestimmten Zielgruppen (bspw. klempner-portal.de, deutsches-pflegeportal.de).

Die vorgenannten zentralen Funktionen der Startseite eines Unternehmens kửnnen fỹr die verschiedenen Anker des Web-Auftritts umgesetzt werden. Ein Beispiel für denAnker

„Unternehmensmarke“ zeigt Abb.3.6. Viele wichtige Felder, die das Unternehmen einem Besucher prọsentieren mửchte, sind bereits auf dieser Startseite vertreten.Bechtlewendet

Zugang zum

Unternehmen Investoren Presse

Suchfunkon

Zugang zu aktuellen Neuigkeiten Mửglichkeit

zur Kontakt- aufnahme

Newsleer- Bestellung Events

Zugang zum Social-Web Zugang

zum Bechtle-

Shop

Zugang zu den verschieden

Produkten

Abb. 3.6 Kommentierte Startseite derBechtle AG(Quelle:bechtle.com)

sich nicht nur an Interessenten und Kunden, sondern auch an Investoren sowie an Presse- vertreter.

Einen Ausschnitt aus der diesem Online-Auftritt zugrunde liegenden Sitemap zeigt Abb. 3.7. Unter Sitemap ist eine vollstọndige Prọsentation der Einzeldokumente bzw.

Web-Seiten eines Internet-Auftritts zu verstehen. Dem Nutzer wird dadurch ein ĩberblick über den Aufbau des Web-Auftritts gegeben. Sitemaps sollen das Auffinden von Inhalten erleichtern, wenn eine Online-Suche nicht mửglich oder zielfỹhrend war.

Abb. 3.7 Sitemap derBechtle AGCorporate Website (Quelle:bechtle.com/sitemap)

Ein wichtiger Aspekt beim Aufbau einer Corporate Website ist die Frage, ob einLog-in auf der Corporate Websitegefordert wird. Erst damit kann der jeweilige Nutzer eindeu- tig identifiziert werden. Insbesondere bei Online-Shops und Online-Buchungssystemen ist dies eine Selbstverstọndlichkeit, damit Lieferungs- und Zahlungstransaktionen korrekt abgewickelt werden kửnnen. Auòerdem wollen viele Website-Betreiber gerne wissen, wer

Abb. 3.8 Social-Log-in auf der WebsiteMarketingProfs(Quelle:marketingprofs.com)

ihre Informations- und/oder anderen Serviceangebote in Anspruch nimmt. Immer dann ist ein Log-in gefordert, um den Nutzer eindeutig zu identifizieren. Hierdurch werden zu- dem einePersonalisierungdurch die namentliche Ansprache der Zielperson sowie eine Individualisierung der Angebotemửglich. Jedes Unternehmen, das sich fỹr ein Log-in auf seiner Website entscheidet, sollte sich der damit einhergehendenFilterwirkung eines Log-insbewusst sein. Das Unternehmen baut hier gleichsam eine Hürde auf, die ein Teil der Nutzer nicht zu ỹberwinden bereit sein wird. Andererseits kửnnen in einem mit Log- in geschützten Bereich Informationen für verschiedene Kundengruppen wie technische Datenblọtter oder Montage- oder Wartungsanleitungen hinterlegt werden, die das Unter- nehmen nicht im offenen Bereich der Website platzieren mửchte.

Eine eingeschrọnkte Mửglichkeit zur Individualisierung besteht durch die Verwendung vonCookies. Cookies sind kleine Dateien, die vom Webserver zur Identifikation des Rech- ners auf dessen lokaler Festplatte abgelegt werden. Im weiteren Nutzungsprozess auf an-

deren Websites oder bei Folgebesuchen zu einem spọteren Zeitpunkt kửnnen diese Da- teien abgefragt und der Rechner damit eindeutig identifiziert werden. Hierdurch kann allerdingskeine Personalisierungerfolgen, wenn im Rahmen des Dialogs entsprechende Informationen nicht erhoben wurden. Durch Cookies kann dagegen sehr wohl eineIndivi- dualisierung der Anspracheerfolgen. Denn die darin gespeicherten Informationen über Transaktionen in der Vergangenheit kửnnen jetzt der Auslieferung von Werbung zugrun- de gelegt werden. DerVerwendung von Cookiessind neben rechtlichen Beschrọnkungen (vgl. zu rechtlichen Anforderungen Kap.7) allerdings auch nutzungstechnische Grenzen gesetzt. Deshalb wird auf vielen Websites versucht, den Nutzer zu einem Log-in zu motivie- ren. Denn erst durch den Einsatz von Log-ins wird es systematisch und dauerhaft mửglich, transaktionsbezogene Datenüber den Internet-Nutzer zu speichern, um die zukünftige Ansprache an der bisherigen Interessenten- und/oder Kundenhistorie auszurichten.

Um den Nutzern das Log-in zu erleichtern und gleichzeitig Zugang zu weiteren Nut- zerdaten zu erhalten, wird zunehmend ein Social-Log-ineingesetzt. Bei Social-Log-ins werden vom Nutzer bereits vorhandene Log-in-Informationen von sozialen Netzwerken wieFacebookundTwitterfür ein Log-in auf Websites Dritter verwendet. Hierdurch muss der Nutzer nicht für jede neue, durch ein Log-in geschützte Plattform ein neues Konto anlegen. Für die Anbieter geht diese Form desLog-ins mit der Gewinnung von Zusatzin- formationeneinher. Denn hier wird nichts anderes erreicht als ein One-to-one-Tracking der laufenden Aktivitọten von Online-Nutzern. Ein Beispiel fỹr ein Social-Log-in zeigt die Website vonmarketingprofs.com(vgl. Abb.3.8). Hier wird dem Nutzer angeboten, durch

16%

10%

23% 23%

28%

Ich nutze das bereits mit meinem Sozialen-Netzwerk-Account.

Würde ich ziemlich sicher nutzen.

Würde ich vielleicht nutzen.

Würde ich wahrscheinlich nicht nutzen.

Würde ich ziemlich sicher nicht nutzen.

Abb. 3.9 Offenheit für die Nutzung von Social-Log-ins (Frage: „Wenn Sie sich auf Websites einfach mit dem Account Ihres sozialen Netzwerks einloggen kửnnten, wỹrden Sie das nutzen, wenn Sie die Mửglichkeit họtten/Mitglied in einem sozialen Netzwerk wọren?“; n = 1000) (Quelle: Allyve 2012, S. 12)

seinen Account beiFacebook,Twitter,Yahoo,GoogleoderWindows Lifedas Einloggen vor- zunehmen.

DieRelevanz von Social-Log-inszeigt sich dadurch, dass 49 % der Befragten einer On- line-Studie in Deutschland einer Anmeldung auf Websites mit einem bestehenden Account in sozialen Netzwerken offen gegenüberstehen. 16 % haben das Social-Log-in bereits ge- nutzt. Allerdings würden 51 % ein solches Angebot wahrscheinlich bzw. ziemlich sicher nicht nutzen (vgl. Abb.3.9). Hier zeigt sich, dass fast die Họlfte der Internet-Nutzer ei- nem solchen Konzept misstraut, weil die Betreiber der sozialen Netzwerke hierdurch viele weitere Daten generieren kửnnen. Ganz grundsọtzlich werden Social-Log-ins im B2B-Mar- keting bisher kaum genutzt. Solange es sich aber um professionelle Social-Log-ins (bspw.

mitXING- oderLinkedIn-Accounts) handelt, spricht nichts dagegen, diese auch im B2B- Bereich zu verwenden.

Die Ausgestaltung derSuchfunktion auf einer Websiteist ebenfalls von Bedeutung.

Denn es besteht das Risiko, dass Nutzer nach einer enttọuschenden Suche auf einer Website diese verlassen und zunọchst nicht mehr zu dieser Seite zurỹckkehren. Durch eineFreitext- suchekann nach bestimmten Leistungen, Produkten, Dienstleistungen und/oder Marken gesucht werden. Diese Suchfunktion sollte fehlertolerant ausgestaltet sein. Das bedeutet, dass auch bei einer fehlerhaften Schreibweise (bspw. „Haftflichtversicherung“ statt „Haft- pflichtversicherung“) ein sinnvoller Treffer erzielt wird.

Um eine hohe Aktualitọt des Web-Contents sicherzustellen, wird der professionelle Ein- satz einesWeb-Content-Management-Systemsempfohlen. Wenn Unternehmen interes- sierten Zielgruppen regelmọòig neue Inhalte zur Verfỹgung stellen mửchten, kửnnen diese Informationen den Nutzern auch perRSSzugeleitet werden (vgl. Abb.3.10). RSS steht für

„Really Simple Syndication“ bzw. „Rich Site Summary“ und signalisiert auf einer Websi- te dieses Informationsangebot, das von Nutzern abonniert werden kann. RSS dient dazu, Inhalte einer Website, bspw. News-Seiten, Artikel, Blogs, aber auch Audio- und Video- Botschaften, und/oder deren Änderungen zu speichern und in einer standardisierten, ma- schinenlesbaren Form bereitzustellen.

Abb. 3.10 Kennzeichnung von RSS-Feeds auf einer Web- site

RSS-Feedswerden insb. von Unternehmen angeboten, die Nachrichtenseiten betreiben oder über ihre Angebote informieren wollen – wieDupontin Abb.3.10. RSS-Feeds werden weiterhin von Blogs und Foren angeboten, um auf neue Artikel und Beitrọge auf diesen Websites hinzuweisen. Interessant ist hierbei, dass im Vergleich zu einer Benachrichtigung per E-Mail die Initiative zum Bezug von RSS-Feeds alleine vom Empfọnger ausgeht, der den Feed abonniert.

Eine weitere Mửglichkeit, um eine Corporate Website interessant zu gestalten, bietet die Bereitstellung vonPodcasts. Hierbei handelt es sich um ein Kunstwort. Dieses setzt sich

aus demiPodvonApple(wobei Pod für „play on demand“ steht) und dem Begriff Broadcast (Rundfunk) zusammen. Damit werden Audio- und Videobeitrọge bezeichnet, die ỹber das Internet verbreitet werden und dort abonniert werden kửnnen.

Die Einbindung von Audio- und Video-Inhaltenin die Homepage kann entweder über die eigenen IT-Ressourcen oder auf einer Media-Sharing-Plattform erfolgen. Videos kửnnen bspw. bei einemVideo-PortalwieYouTubeoderVimeohochgeladen und per Link mit der Corporate Website oder einem Blog verbunden werden. Reine Audio-Botschaf- ten kửnnen potenziellen Interessenten bspw. vermitteln, wie eine Kuckucksuhr klingt (vgl.

cockooclocks.com). Für Unternehmen kann das Angebot von Videos interessant sein, um den Gebrauch eines Produktes oder die Anwendung einer Dienstleistung zu erklọren. So bietet bspw.Googleeine Vielzahl von Lehr-Videos an, um den Gebrauch vonGoogle Ad- Wordszu erklọren. Ebenso kửnnen aktuelle Werbespots gezeigt werden. Die US-amerika- nische Luft- und RaumfahrtbehửrdeNASAbietet eine ganze Palette von Audio- und Video- Podcasts an, um ihre Stakeholder zu informieren (vgl.nasa.gov). Die Relevanz solcher In- halte liegt darin, dass insb. Video-Botschaften viel mehr Emotionen transportieren kửnnen als Text, Ton und Standbild alleine.

Um die Corporate Website mit weiteren Inhalten anzureichern, kann dort schlieòlich auch einCorporate Blogoder einLink zu ausgewọhlten sozialen Medieneingebunden werden (vgl. ausfỹhrlicher Kap.4). Zusọtzlich kann auch einWikiintegriert werden. Dar- unter versteht man ein Hypertext-System von Websites, dessen Inhalte von Nutzern nicht nur online gelesen, sondern ebenso geọndert werden kửnnen.

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